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aus alt, mach neu

Upcycling – aus alt, mach neu, wurde mir mal erklärt. Warum auch nicht, Altes muss nicht schlecht sein.

Nicht nur alle Jahre wieder kommt das Weihnachtsfest, auch die Gedanken, was man mit seinen Begleitern alles noch so erreichen mag. Wo vielleicht über all die Jahre sich Sachen eingeschlichen haben, die man schon als normal ansieht und von anderen eher mal als nervig angesehen werden könnten.

Ein Beispiel macht das theoretischen wohl ein wenig deutlicher. Ich bin fast volljährig in Sachen Border Collie. 18 Jahre und die Anfänge waren anders, als so, wie ich im Moment mit Enola und Indy zusammen lebe. Früher war Obedience unglaublich wichtig für mich. Kaum ein Tag verging, wo Gayle und Ice nicht durch eine Box geschickt wurde.

Wo Fussarbeit und exakte Kommandos tagtäglich Programm war. Es ist quasi in Fleisch und Blut übergegangen. Dann kam Nick und alles lief so einfach. Er lernte von den beiden Großen in dem er einfach beobachtete. Es war so simpel und die ersten Fehler und Nachlässigkeiten schlichen sich ein. Was aber nicht schlimm war, denn es funktionierte ja.

Indy zog ein und das Programm nach 12 Jahren von vorn zu beginnen, war schwer. Der innere Schweinehund ließ es nicht zu und ich wurde einfach auch bequem. Dennoch waren die Grundregeln schnell erlernt. Hinzu kam das Hüten, was Indy genauso gern macht, wie Gayle, Ice und Nick. An den Schafen lernte Indy ganz andere und neue Dinge. Obedience bekam eine ungewollte Staubschicht.

Dann kam da Leben und der Lauf der Dinge. Alles stand kopf und sich wieder auf die wackeligen Beinchen zu stellen, war nicht immer leicht. Indy ist leichtführig, schlau und sehr kooperativ. Dann kam Enola und eine neue Runde des Lernens. Nick, als Opa, machte einfach alles mit, zeigte Spass am Fitnessprogramm und so lernte Enola das kleine 1 x 1 eher an den Stangen, die Cavaletti ausmachten. Unterordnung und Kopfarbeit stand irgendwo und wartete.

Bis bei mir die Einstellung aus alt, mach neu wieder aktuell wurde. Warum nicht einfach all das, was mit Gayle und Ice so übelst Spaß gemacht hatte, bei Enola und Indy erneut beginnen? Ich klagte mein Unmut meiner Freundin und Trainerin, die mit ihrer Hundeschule gerade so einiges auf die Beine stellte. Wir haben quasi fast zeitgleich unsere ersten Schritte in eine neue Richtung genommen. Sie weiss, wie das Zeitproblem eine Ausrede für einiges wurde.

„Wenn du drei Wochen geschafft hast, ist es wieder Alltag und wird ein Teil deines Programmes!“ sprach sie und löste unbewusst einen Ehrgeiz aus, der nach wie vor anhält. Zu meinem Cavaletti Programm gibt es Tricks, Nasenarbeit und Obedience. Ganz sicher nicht im Turnierniveau, aber es kann sich sehen lassen. Enola lernt ganz neue Dinge. Indy und ich basteln nach und nach an dem Thema, wenn ich Enola korrigiere, dann bist nicht du gemeint.

Langsam merke ich, wie es sich auszahlt. Wie wohl ich mich auch wieder fühle, mit den Hunden zu arbeiten und wie ich zeitgleich auch andere wieder mitziehe. Denn aus zweimal schlechtem Gewissen wurde drei. Eine weitere Freundin fühlte sich ertappt und inzwischen motivieren wir uns gegenseitig mit kleinen Übungen aus dem Alltag. Ich bin euch dankbar Mädels und bin gespannt, wohin das alles führen wird.

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