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Drei

Drei, die Zahl zwischen zwei und vier. Drei Monate, drei Jahre und alles fühlt sich fremd an.

Es sind, auf den Tag genau, 3 Monate ohne Nick. Wehmut und Andenken liegen nah beieinander und immer noch schmerzt es sehr, an den großen gutmütigen Nick zu denken. Aber ein Lächeln folgt meist der dunklen Wolke. Drei Jahre waren am 27.05.2025 vergangen, drei Jahre ohne Gayle. Fast schon undenkbar und das im September Ice schon 4 Jahre weg ist, ich kann es kaum erfassen.

Ja sicher, das Leben geht weiter und zurückbleiben die Erinnerungen, die Geschichten und dieser eine Tag, der alles anders werden ließ. Uns wird ein kleiner Zeitraum mit ihnen geschenkt und das Geschenk ist mir so richtig bewusst geworden, als unsere Zeit absehbar wurde. Gestern saß ich vor Bildern, die ich aus Spaß einmal erstellt hatte. Zeitungscover mit jedem meiner Begleiter zu geschnitten auf ihre Charaktere.

Sie wieder in Händen zu halten und zu sehen, was wir alles angestellt hatten, lässt mich auf Indy und Enola schauen und denken, das fehlt euch noch… Alles zu seiner Zeit! Ich habe das Fotografieren nach Ice seinem Ableben als nicht mehr sinnvoll angesehen. Warum noch, es fehlt ja doch einer! Gayle war es, die mich daran erinnert hat, doch wieder mehr die Kamera mitzunehmen. Eine richtige Entscheidung und doch waren die Fotos anders.

Keine großen Ideen, mit viel Drum rum, eher still und aus dem Alltag. Schließlich ging Queen Mum und die Kamera hatte erneut Pause. Die Handys machen auch schöne Bilder. Fotoleinwände, Aufsteller und Beleuchtung, alles marschierte in den Keller auf unbestimmte Zeit. Vielleicht zu dem ein oder anderen Geburtstag könnten sie ja zum Einsatz kommen.

Schließlich hatte die Kamera ihren Einsatz bei Indys Wurf. Noch so eine Zahl zwei… in zwei Tagen sind Indys Nachkommen schon zwei. Ich möchte die Zeit anhalten, pausieren und einfach genießen. Dafür bleibt mir aber keine Zeit. Ironie und Schicksal… in den letzten Tagen haben eine Freundin und ich viel über Welpen, Zukunft und Zeit gesprochen. Wie schnell man Dinge herbeisehnt und doch nicht beeinflussen kann.

Gut so, mögen die einen sagen. Ärgerlich, vielleicht die anderen, für mich ist da gerade dieses Loch, aus dem ich selber klettern muss. Indy und Enola sind wirklich eine Hilfe, wenn meine Motivation mal wieder außer Rand und Band ist. Ich alles hinwerfen und einfach überall, den bekanntlichen Strich darunter ziehen mag. Denn das Leben geht nun mal weiter und wartet nicht. Warum Trübsal blasen und nicht einfach auf die Pauke hauen?

Es ist schön zwei so quirlige Kollegen hier zu haben, die abschalten, wenn Pause ist. Draußen mit mir die Welt erobern, die in meinen Augen schon grau und langweilig ist. Aber neben frei laufenden Bullen, auch entflohene Pferde wieder dingfest zu machen, Spechtkinder zu retten, Rehe und Hasen nur beobachten, Fasane vielleicht mal aufstöbern, aber im Großen und Ganzen sich zu benehmen, das richtet den Fokus erneut auf Abenteuer, die ich sehr vermisst habe.

Es liegt nun mal an mir, was ich aus der Zeit mache, die ich mit diesen Beiden habe.

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