Hüten

Hüten ist die Arbeit mit und an Tieren. Schafe sind ein Hauptbestandteil und wenn der Border Collie auch noch seine Fähigkeiten ausarbeiten kann, treffen die Anlagen der Hunde auf ihre Bestimmung. Vieles ist da aber mehr muss geübt und fast schon herausgekitzelt werden. Aber es ist eine der wunderbarsten Beschäftigungen wenn man Natur und Tiere liebt.

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Wie viele vielleicht schon wissen, arbeiten wir mit wachsender Begeisterung an Schafen. Wir haben vieles mit unseren dreien unternommen, auf der Suche nach der richtigen Beschäftigung für mich (Sylvia) und den Hunden zu finden. Hüten macht dabei uns allen am meisten Spass, so arbeiten wir so oft es unsere Zeit zulässt an den wunderbaren und friedliebenden Tieren.

Als Gayle das erste Mal vor 200 Schafen stand, konnte man selbst bei ihr sehen, dass sie mit Schafen zu laufen, zu trainieren und mit mir zu arbeiten sie richtig glücklich macht.“ Und solange sie so viel Spass und Freude daran hat, werden wir mit ihr immer mal wieder eine Runde mit ihnen drehen.“ Wenn ich das heute lese  (2018) und unsere Maus in der wohlverdienten Rente ist, finde ich es bedauerlich, dass ihr Rücken sie so früh aus dieser Beschäftigung genommen hat. Aber Gesundheit geht nun mal vor und so arbeiten wir nun wieder intensiv auf anderen Gebieten und haben Cavaletti für uns entdeckt.

Ice hat seinen Einstieg ins Hüten mit ein paar Schritten zurück begonnen. Nasse Nase auf Elektrozaun kommt nicht wirklich gut und so haben wir fleissig daran gearbeitet, dass dieses Hinderniss überwunden und jetzt sogar eine Leidenschaft von ihm geworden.
Sehr zuverlässig treibt Ice inzwischen die Herden über Land und ich kann mich sehr auf ihn verlassen. Ich bin gespannt, was für Abenteuer wir noch erleben.
(2018) Ice arbeitet immer noch gern an den Schafen ist aber im Ganzen ruhiger und besonnener grworden. Ich liebe es nach wie vor ihn an den Schafen laufen zu haben. Dieses zufriedene Schmunzeln um seine Barthaare wenn er neben mir liegt und die Pause geniesst… echt unbezahlbar.

Nick kam automatisch mit den beiden Anderen recht früh an die Schafe und zeigte von Anfang an, dass dies seine Besstimmung ist. Gayle und Ice hüten die Schafe gern mit viel Druck und ich muss mich immer wieder bemühen, sie zu bremsen. Nick hingegen muss ich an manchen Tagen dazu bringen, sich mal etwas mehr zu bewegen. Er hütet auf eine ganz andere Art und Weise. Er arbeitet viel mit den Augen und dafür mit weniger Bewegung. Inzwischen kann ich auch das steuern.
Auch 2018 hat sich an seiner Art des Arbeitens nichts geändert, seine Langsamkeit und Ruhe habe ich inzwischen zu schätzen gelernt. Inzwischen muss ich den Herren bremsen, wenn es Feierabend zu machen gilt. Die Schafe danke es ihm mit ruhigem Laufen… Ja es macht Spass.

Ich lerne bei jeder Einheit etwas dazu. Nicks Ruhe und Ice seinen Blick für das Wesentliche an der Arbeit wird in Zukunft ein weiteres Puzzelteil erweitern.

Da der Beruf des Schäfers nicht gerade im Kommen ist, eher im Gehen. Haben meine Freundin Hannah und ich überlegt, wie man das aufhalten bzw. die Schafe sogar einen Nutzen daraus ziehen könnten. Wir haben zusammen mit Schäfer Andreas Borghoff beschlossen Hüteseminare anzubieten. Hierbei geht es nicht sich als bald auf einem Trail eintragen zu können. Es geht vielmehr darum Teams aus Hütehund und Mensch die Möglichkeit zu bieten, probieren zu können, ob der Hund arbeiten würde und wenn ja wie.

Wir haben inzwischen viele Teams kennenlernen dürfen, einige kommen gern wieder und andere nutzen die Impulse, um an der eigenen Herde zu arbeiten. Anderen hat die Arbeit so viel Spass gemacht, das sie sich in ihrem Umfeld Gruppen angeschlossen haben, um mehr und intensiver zu arbeiten.