von einer, die loszog…

… um das Fotogrfieren zu üben.
Heute wieder ein Eintrag unter dem Motto… Geschichten, die das Leben schreibt.
Unser Tag begann recht ruhig und das heisst, man kann die Vormittagsstunden entspannt im Laden geniessen. Ich meine neue Errungenschaft – Buch mit dem klangvollem Namen „Arschlochhund“- auf der Treppe von meinem Laden zu meiner Rechten Ice, döst; links Gayle genießt meinen vom Körper hergestellten Schatten und Nick steht zu Ice seiner Rechten und schaut dösig in der Weltgeschichte rum. Soweit scheint ja alles in Ordnung zu sein. Aber in unserem kleinen Örtchen gibt es ein bzw. mehrere Häuser mit Betreutem Wohnen für diverse Erkrankungen. Mir erschließt sich auch nach Jahren noch nicht, wer welche hat nur eines kann man ganz einfach diagnostizieren, die Leute mit einem leeren Blick ohne Mimik und Gestik sind nicht nur mir sondern auch dem Nick unserem Hausbewacher suspekt. Solange sie auf der gegenüberliegenden Strassenseite des Weges wandeln, laufen ist bei manchen Leuten nicht richtig zu erkennen, ist die Welt in Orndung. Verlaufen sie sich schon mal ans Schaufenster und reagieren auf Nick seine Aufforderungen nicht, kann der Herr auch schon mal laut bekannt geben, dass in diesem Haus die Hunde keine Deko im Schaufenster sind, sondern bitte der nötige Abstand gehalten werden soll.
Nun haben wir es uns auf der Treppe gemühtlich gemacht, die Tasse Kaffee dampft in den Tag, die Lektüre wird zwar eingehend von mir studiert aber ein Auge auf unseren Jungspunt gibt es dennoch. Da begab es sich, dass einer der Vorbeiläufer uns entdeckt hat, das hat der Nick auch sofort und nach meinem Auffordern (also dem Nick gegenüber) keep cool… macht Nick das zwar aber der Mann nicht. Ein selber erkorener Hundetrainer versuchte über die Strasse hinweg unsere Hunde zu trainieren, spannend… so spannend, das Nick für einen Moment Arschlochhund mimt und 1 x bellt. Im Liegen… sehr kehlig, sehr beeindrucken. Der Mann straft mich mit einem bösen Blick, ich schütze mich, in dem ich das Buch einmal kurz zum Titel lesen anhebe und innerlich denke… ich arbeite an dem Problem und habe mir Fachliteratur gesorgt. Nick hatte noch nicht mal Fahrt aufgenommen. Ich bin zwar nicht froh über seine akustische Leistung, dennoch stolz, das er nicht sofort mal näheren Kontakt gesucht hat.
Wie ich die Leute (einige sind sehr interessiert an unseren Hunden, alle auf ihre eigene Weise, die mehr oder auch weniger gut finde) kenne, würde morgen das Spiel von vorn beginnen. Mal abwarten…
Nachdem wir dieses Ereignis bei einem Spaziergang verdaut haben, war ein schläfriger sehr schwüler Tag der Grund warum wir in den Abendstunden noch einmal eine Runde gedreht haben.
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Hand aufs Herz liebe Hundefreunde, wer von Euch hat noch nicht seine Hunde fotografiert??? Ehrlich sein… IHR ALLE habt die Kamera auf Eure Fellnasen früher oder später gerichtet. Ein offenes Geheimnis ist es nun mal, dass ich das auch sehr sehr sehr sehr sehr das Ganze zum Quadart und noch einmal sehr gern mache. Jeder Versuch sollte mich und meine Fotos voranbringen, na ja … hin und wieder schon aber ich habe was Neues für mich entdeckt.
Viele wissen ja, das Gayle eine enorme Abneigung gegen Objektive und allgemein Kameras hat, was sie noch nicht an Nick weitergegeben hat. Fotos von ihr zu bekommen, ist wie ein 6 er im Lotto. Ich habe nun eine neue Variante und noch klappt sie. Sportlich – wie ich nun mal aussehe, bin ich aber nicht… alles Tarnung… mache ich mich nun für meine Gayliemaus interessant… Genau und zwar auf dem Boden. Wir hatten mal ein Spiel, wenn ich auf dem Boden liege, muss es mir schlecht gehen. Stimmt… in Bayern hat ein echt großes Loch im Knie die Grundlage für das Spiel geboten. Seither werde ich fachmännisch und fachfrauisch von Gayle als auch Ice gerettet. Lecken und Schuppsen damit ich wieder auf die Beine komme. Aber zu aller erst im Affenzahn auf mich zu laufen… mit Ohren und aufmerksamen Blick… juhu…
Aber immer mit dem Effekt auch mal eine Hundenase auf dem Objektiv zu haben, denn dann kann ich mich mehr auf die konzentieren 🙂 . Also liege ich seit geraumer Zeit einfach mal auf dem Boden der Tatsachen und versuche so schnell die Serienbilder mitmachen, die Hunde zu erwischen.
Heute hatte ich gerade den Ice anvisiert, als sich eine tiefe Stimme an mein fotografierendes Ich ebenfalls akustisch bemerkbar machte.
„Geht es Ihnen gut?“ Zwei Dinge geschahen gleichzeitig, Gayle tauchte aus dem Feld aus Buschbohnen auf, Ice war schneller wie Nick bei mir und der Mann erschrocken, dass ich weder ohnmächtig noch allein auf dem Radweg zwischen Buschbohne und Gerste unterwegs war. Freundlich wie ich war klärte ich den netten Mitmenschen auf, was ich gerade auf dem Asphat vor ihm machte und das ich kein Bremshügel in einer nicht vorhandenen 30iger Zone bin. Lachend (ich glaube, ich habe ihn den Abend gerettet) fuhr er weiter und ich suchte mir eine andere „Location“ zum fröhnen meines Hobbies mit Macken an den Ellenbogen…
Jetzt, nach der Versorgung meiner kleinen Wunden, sitze ich auf meinem am Haus befindlichen Balkon und genieße die Gespräche meiner Nachbarn und dem Gesang der Amsel. Hunde schlafen satt und friedlich und ich… na ja Kaffee dampft erneut neben mir und die Fotos wollen nun auch bearbeitet werden. Ja das mache ich tatsächlich 🙂
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