roter Bauch

Gayle ist eine Border Collie Dame mit einer rot-weissen Färbung, man könnte auch sagen braun. Jedenfalls ist es nicht gewollt, dass sich ihr Bauch auch rot färbt. Warum das so ist kann verschiedene Gründe haben, wie ich aus Gesprächen mit anderen Hundebesitzern erfuhr.

Zum einen liegt es daran, dass der Hund das Lecken am Bauch nicht lassen kann. Sei es durch Bauchweh verursacht oder aufgrund von Bakterien.
Gelangen, die eigentlich oberflächlich liegenden Hefebakterien, durch Lecken und Knabbern unter die Haut entstehen juckende Hautstellen, die wiederrum können durch Lecken und Kratzen weiter verteilt werden. Dieses Verhalten zu unterbrechen verlangt schon einiges.

Möglichkeiten dem Ganzen Herr zu werden wären:
–  den Bauch mit Traumeel einzureiben, das macht aber nur Sinn, wenn man danach den Hund ablenkt  (z.B. Spaziergang), sonst wird das Traumeel auch gern abgeleckt
–  einen geeigneten Body besorgen, der den Bauch grossflächig abdeckt
–  Beschäftigung zum Ablenken

Aus unserer Erfahrung hat sich gezeigt, dass es sehr lange dauert, bis eine Besserung eintritt, da bei Gayle die Milchleisten nach der ersten Läufigkeit eine Hautfalte gebildet hatten.
Ich habe Gayle eine Knaben-Boxer-Short gesorgt mit Knopfleiste. Nun ja somit ist die Öffnung für die Rute auch schon da. Sieht unheimlich komisch aus, aber erschwert das Lecken am Bauch.

Bei unserer Gayle hat sich das Verhalten schnell abgelegt, als die das zweite Mal läufig war. Sie konnte mit dem komischen Gefühl im Bauch nun mehr anfangen und hat das Schlabbern am Bauch völlig gelassen.
Auffällig  ist eben, das die Stellen, die gern und häufig abgeschleckt werden, eine rötlich bis ins braune gehende Farbe annehmen. Die Farbe ist mit dem nächsten Fellwechsel meister verschwunden, wenn nicht mehr so exessive geleckt wird.

Durch unseren BARF Laden und unsere Kunden hat sich gezeigt, das auch falsche Ernährung zur Verfärbung des Fells kommen kann, also auch hier immer ein Auge und Ohr offen haben, das es sich nicht um eine Allergie handelt. Wie immer bei Unsicherheit lieber den Weg zum Tierarzt suchen.