Peanuts und Schneeflocken

Sonntag und dank Lammzeit mal ein sehr ruhiger.
Und was macht man an so einem ruhigen Tag? Erst einmal in den Schnee… ok jetzt muss man wissen, dass es im Münsterland je nach Landstrich mal sehr sehr unterschiedlich verteilt ist. Was ich persönlich ja ein wenig unfair finde, aber machen kann ich da nun mal sehr wenig.

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Nachdem mein Personality-Wecker Nick mich pünktlich gegen 5.45 Uhr geweckt und mir damit deutlich gezeigt hat, das sich die weisse kalte Masse überall verteilt hat, blieb mir ja nichts anderes übrig, als nach dem Besuch unserer drei Fellonauten im Garten, eben jene wieder ins Körbchen zu schicken und mich selber in warme Sachen zu packen.
Um – und ich glaube das immer noch nicht so genau – mich mit einem Besen zu bewaffnen und die Massen an Schnee von unserem Bürgersteig zu entfernen und den Kirchgängern den Weg nicht rutschig, sondern sandig zu gestalten. Normalerweise werde ich von den Kratzgeräuschen von Schneeschiebern auf Asphalt geweckt. Aber nach wie vor wehre ich mich bei den gefühlten 2 cm Schneedecke einen Schneeschieber auch nur anzuschauen. Warum? Ein Besen tut es auch, weckt keinen und lässt das schlechte Gewissen samt Mensch noch ein wenig schlafen. Heute wollte ich nun mal ein wenig Streber sein und schon mal unseren gefegt haben, damit ich mich in aller Ruhe noch einmal in mein warmes Naherholungsgebiet names Bett verkriechen und entspannt bis 10 Uhr zu schlafen.
Gesagt getan, unglaubliche 10 min meines Leben damit verbracht, den Schnee in den Strassengraben zu befördern, um dann ein paar gekonnte Würfe an Sand auf dem Gesteig zu verteilen. Ich betrachtete mein Werk im Schein der Laterne und bin zufrieden wieder in mein Bettchen geschlichen, wo sich Queen Mum sehr breit über ihre gesamte Länge auf meiner Betthälfte verteilt hat. Schön ein persönliches Wärmekissen, was sich pflichtbewusst um ihr Frauli kümmert. Kaum im Land der Träume angekommen, wird es nass in meinem Gesicht und nach schweren 5 min waren meine Augen dann auch offen und schauten auf die braune Nase, die gerade erneut versucht hat mir klar zu machen, dass es hell draussen ist. Muss wohl doch mehr als nur 30 min her sein, dass ich geschalfen hatte. Kurzer Blick zum Mann des Hauses… wach! Oh doch schon so spät… Nick freut sich inzwischen einen Keks, dass ich ihn gefunden habe und er wäre dann auch soweit durch den Schnee zu toben und Schneefräse zu spielen.
Ein Blick aus unseren Fenstern… ja richtig es schneit noch und so habe ich doch Hoffnung, dass ich den Besen erneut bewegen muss. Belohnung war dann zu sehen, dass der Schnee mit mir und dem Besen ein Einsehen hat und nur wenig vom Himmel fällt. Also raus und Frischluft in die Lungen gepaart mit einem frischen Kaffee. Allen dreien sieht man an, wie sehr auch ihnen der Schnee fehlt. Bayern verwöhnt von Schneetiefen, die hier wohl nie fallen werden, versuchte Gayle Thomas immer wieder dazu zu animieren Schneebälle zu werfen. Was in Bayern eigentlich schon reicht mit dem Fuss die angehäuften Schneemassen weg zu kicken, hier muss man dann schon erst mal über den Boden schlütfen damit man auf gefühlte 10 cm Schnee am Stück kommt, was man dann vielleicht geschleunigen kann, damit Gayle es fangen kann.
Die Jungs hingegen nutzen den Schnee um zu Stöbern. Ach wie schön das wir uns da so einig sind und durch die Kälte streifen und mehr wie zufrieden wieder den Weg zurück antreten, wenn im Fell oder auch einfach auf meiner Mütze der Schnee sich zu türmen beginnt.
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Dann war erst einmal Pause, denn im Haus muss auch mal ein wenig der Mopp geschwungen werden. Da ich das nicht übertreiben möchte, habe ich eine Möglichkeit beim Schopfe gepackt und uns samt Fellonauten bei Freunden zum Kaffee eingeladen. So haben unsere braunen Border Collies auch noch mal einen besonderen Spass erleben dürfen. Da Gayles Diät in vollem Gange dazu führt, das sie wieder ihre Nase in vollem Umfang nutzt, hat sie freundlicherweise unseren Freunden klar gemacht, dass sich unter ihrem Sofa etwas unglaublich leckeres versteckt, was da so nicht einfach rumliegen sollte, sondern gefälligst in ihren Magen gehört. Eine Erdnuss… Peanuts yummy… und sogleich wurde von der Dame des Hauses eine ganze Tüte ungeschälter Peanuts geholt und das Projekt – wir-geben-den-Hunde-mal-eine-Nuss-ungeschält gestartet. Unerwartet hat sich Nick mal als erstes in die Reihe gestellt und als erster eines der Testobjekte bekommen. Und siehe da Schale ist nicht so lecker, die Nuss dagegen schon. Quasi explodiert lag die Schale verteilt. Hungerleidende Hundedamen verschmähen aber auch die Verpackung nicht. Zwar wird sie geschält aber anschließend dann doch noch ganz verputzt und die von Nick gleich dazu.
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Ice, nicht so das er keine bekommen hätte, wollte die Verpackung nicht mal kosten, schnuppern reicht. Also schäle ich ihm die Erdnuss aus der ersten Verpackung, halte die fastgeschälte Nuss hin und … nein danke, so auch nicht. Also die letzte Verpackung ab und hinhalten und neee kanste selber essen. Er ist eben nicht der Fan davon… Ach was für ein toller Tag… jetzt noch ein wenig vor das flache Brett mit den bewegten Bildern…

Schönen Sonntag