Appetitlosigkeit

Appettitlos – keinen Hunger

Was tun wenn unsere Schützlinge nicht fressen wollen?
Wie immer kann man nichts pauschal sagen, aber wenn Ihr Euch nicht sicher seit, geht immer zu eurem Haustierarzt.

Warum auch immer mal unsere Hunde keinen Hunger haben, es kann unterschiedliche Gründe haben. Organische Ursachen sind es meistens und da ist der Gang zum Tierarzt unabdinglich.
Wenn aber eine läufige Hündin in der Nähe ist, kann es durchaus auch möglich sein, dass sich Rüden zu einer spontanen Diät entscheiden, aber auch anderen Beweggründen. Verliebt sein… Hormone … was genau sie dazu bewegt, das Resultat ist keinen Hunger auf Nichts. Eventuell ein kleines Häppchen aber das ist nicht wirklich eine richtige Mahlzeit. Als Besitzer eines solchen Hungerkünstlers kann es einen da schon zur Verzweiflung treiben.
Naheliegend ich versuche was er fressen möchte. Alles wird getestet und wenn etwas gefressen wird, sind wir stolz wie Oskar. Hier scheiden sich die Geister, hungern lassen oder anbieten was geht?
Eine eindeutige Lösung gibt es nicht. Ausprobieren, kann da schon das Beste sein.
Wenn wir mal in die Natur schauen, zu den näheren Verwandten den Wölfen. Da ist es völlig normal, dass läufige Damen da sind und die jungen Wölfe lernen müssen, dass sie zwar gut riechen, aber deshalb nicht unbedingt für sie und die nächste Generation Wölfe zuständig sind. Hier steht auch nicht unbedingt die Wolfsmutter daneben und bietet das nächste Häschen an.
Im allgemeinen wird dann eben ein wenig gehungert. Die Zeit der Läufigkeit ist beschränkt und danach wird wieder normal gefressen.
Wenn wir das nun auf unsere Vierbeiner übertragen, heisst es mehr das wir stark seinen müssen und auch mal die Rüden ein wenig hungern lassen sollten, wenn der Hunger wiederkommt, jedoch genug anbieten.

Ich weiss, dass auch Meinungen bestehen, dass Hunde solchem Stress nicht ausgesetzt werden sollten, wäre die Kastration ein Mittel zur Wahl. Aber auch das sollte im Einzelnen gut überlegt werden. Lernen unsere Hunde dadruch nicht auch ein wenig sich unterzuordnen. So wie nicht jede Hündin Mutter wird, muss auch nicht jeder Rüde Vater werden. Wir schränken unsere Hunde in so Vielem ein, da sicherlich auch. Aber es sei jedem selbst überlassen, wie er mit seinem Schützling umgeht.

Wir erleben zur Zeit gerade, dass unser Rüde mit zwei Jahren die 4. Läufigkeit unserer Hündin durchlebt und erst jetzt zum ersten Mal das Futter verweigert. Wir trennen unsere Hunde in der Zeit so gut es geht und verhalten uns ihm gegenüber so normal wie möglich. Bieten Futter an, nehmen es aber auch weg, falls kein Interesse besteht. Tagsüber gibt es normalerweise immer mal ein Leckerchen und das auch weiterhin. Mal nimmt er es und dann mal wieder nicht.
Sind die Tage der Standhitze vorbei kommt auch der Hunger wieder. Jetzt bieten wir unserem Rüden Futter in leicht erhöhtem Rahmen an. Er frist wieder normal und wir sind sehr zufrieden mit ihm. Unser Rüde muss lernen, das unsere Hündin Phasen hat, wo sie so eine Appetitlosigkeit hervorgerufen werden kann. Aus dem Kennel, aus dem die beiden stammen, weiss ich, dass der Zuchtrüde regelmässig den Verlust des Hungers hat und daher früh von den Mädels getrennt wird, um die Hungerphase verzögert bis gar nicht auftreten zu lassen. Je öfter dieser Rüde die Läufigkeiten der Hündinnen mitgemacht hat, um so weniger verweigerte er auch das Futter. Eben auch ein Lernprozess.