Mein Begleiter der Hund...
der is aber niedlich...
man hat immer jemanden, der auf
einen wartet...
er ist immer für mich da...

Das sind nur einige Dinge, warum man mit dem Gedanken spielt, sich einen Border Collie als Hund anzuschaffen. Aber es gibt nicht nur die Stunden, in denen es Spass macht einen Hund an seiner Seite zu haben.
Man sollte sich im Vorfeld einmal Gedanken machen, was auf einen zukommt, wenn der Vierbeiner Einzug in unser Leben hält.
Einen kleinen Ausflug in die Phantasie, die schnell Realität werden kann.
5.30 Uhr jaulen, kratzen oder quiecken ... jemand macht auf sich aufmerksam ... es muss jemand aus Klo... das Bett eben noch herrlich warm und draussen regnet es in Strömen. Wer steht auf und geht eine Runde der Erleichterung bzw. lässt den Kleinen in den Garten???
Ein langer Tag der Arbeit geht zu Ende
schwanzwedelnd, steht mit grossen Augen ein Hund vor uns und möchte spielen, und das wo wir am liebsten die Beine hochlegen möchten ... wer beschäftigt sich nun mit ihm???
Wir stehen morgens auf und unser Hund liegt wie ein Häufchen Elend in seinem Bettchen ...
rings um ihn jede Menge kleine, schleimige und übelrichende Häufchen, augenscheinlich geht es ihm nicht gut... wer fährt zum
Tierarzt???
Natürlich gibt es jede Menge zu bedenken und es ist sicherlich immer ratsam sich ausführlich zu informieren. Unser neuer Wegbegleiter muss sich natürlich in unser Leben einfügen, aber dennoch müssen auch wir unser Leben grundlegend überdenken.
Während wir fleissig arbeiten, wo ist da unser Hund?
Kann er allein bleiben und wie lange?
Wer geht regelmässig und egal bei welchem Wetter mit ihm Gassi?
Wenn er krank ist, wer kümmert sich um ihn?
Kann ich mir die Futter- und Tierarztkosten leisten (Impfung,
Entwurmung, Spot on...)?
Wer erzieht den Hund und ziehen alle am selben Erziehungsstrang?
Zwar sind Welpen klein und niedlich, aber aus den Welpen werden erwachsene Hunde, die im Idealfall 15 Jahre bei uns sind. Hunde, die Bedürfnisse haben und die im Falle eines Border Collies durchaus auch sportlicher Natur sind. Border Collies sind definitiv keine Sportgeräte und nichts was man nur dann benutzt, wenn wir mal Zeit haben.
Regelmässige Auslastung, sei es körperlich und auch geistiger Natur, im normalen Rahmen sind sicherlich wichtig. Daher sollten sowohl in der Prägephase als auch später, die dem Hund angepasste Ausbildung angedeihen.
Von der Welpenstunde bis hin zum Hundesportverein mit den gelehrigen Border Collies lässt sich viel anstellen, denn sie sind gern dabei uns zu gefallen und mit uns zu arbeiten. Wer ein Auge dafür hat, was seinem Border Collie liegt, wird schnell die richtige Beschäftigung finden und fördern. Denn nicht jeder muss sich im
Agility beweisen.
Hüten,
Obedience, THS, ZOS und vieles mehr bietet heute eine reichhaltige Auswahl an Möglichkeiten, sowohl für sich als auch für den Hund die richtige Freizeitbeschäftigung zu finden.
Es soll nicht abschrecken, denn ein Leben mit Border Collies ist immer wieder eine Freude. Aber blau-äugig einen Vertreter dieser Rasse zu kaufen, nur weil sie besonders niedlich sind, ist in jedem Fall nicht der richtige Weg.
Bücher können Grundinformationen liefern, aber wer ernsthaft mit dem Gedanken spielt, sich einen Border Collie als Wegbegleiter zu kaufen, sollte den Weg zum
Züchter nicht scheuen. Im Idealfall kann man beide Elterntiere kennen lernen und damit sehen welchen Charakter die beiden mitbringen. Logisch ist jeder Welpe ein eigenständiger Charakter aber Genetik lässt sich nicht ausschalten und ein wenig sind unsere doch wie Mama und Papa :)
Immer noch Interesse an einem Welpen? Na dann ran ans Telefon oder eine Mail...

