Der Border Collie
you never walk alone
Leseprobe

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Wau Nachten

Leseprobe:

Wie sieht ein Hund die Vorweihnachtszeit, bekommt er einen Adventskalender oder sogar Weihnachtsgeschenke. 24 Tage mit 24 spannenden Geschichten aus den Geschehen eines Vierbeiners mit dem Event des Jahres.

Der 7. Dezember
Komisches Ereignis Nummer zwei, zwei von vier Flammendingern auf dem Tisch werden entfacht und Zimtkekse kommen auf den Tisch. Das Frühstück fällt länger aus als sonst. Gemütlich wird beisammen gesessen und an leckeren Sachen geknabbert. Ich bekomme einen Rinderhuf und knabbere friedlich auf meiner Decke. Es schneit wieder und mein Drang nach Draussen wächst. Ich weiss aber auch bei einem Frühstück den Aufstand zu proben, macht keinen Sinn. Also knabbere ich am Huf und schau den weissen Flocken zu.
Der Tag wird nicht besser, der Schneefall stärker und ich darf mich im Garten bewegen. Mein Freund der Stock hat sich versteckt und ich suche ihn erst einmal.  Nachdem wir uns gefunden haben, renne ich mit ihm um die Wette. Na ja ich renne und er wird von mir getragen.
Wenigstens macht es müde und überbrückt die Zeit, vielleicht gehen wir am Nachmittag eine grosse Runde.
Auch das bleibt aus, dafür aber in den Abendstunden. Meine Menschen ziehen sich warm an und ich werde auch fein verpackt. (Halsband und Leine)
Wieder ins Auto und eine kurze Fahrt. Als wir am Bestimmungsort angekommen sind, kamen wir auf einen Platz, der voller Menschen waren. Diesmal waren die Menschen aber nicht so gestresst, wie in de Stadt. Da habe ich vor lauter Beinen und Tüten meine Menschen fast verloren. Gut das es Leinen gibt, so konnte ich aus dem Tütenwirrwarr gerettet werden.
Heute jedoch fehlten die Tüten, viele Beine aber keine Tüten. Und es riecht lecker, an allen Ecken und Ständen. Hier gab es hell erleuchtete kleine Hütten, die mit Bäumen verziert sind. Lauter Bäumchen für mich zum kleinen Geschäft machen. Meine Menschen trinken wieder warmes Zeug aus ihrem Trinknapf. Diesmal sind sie darauf bedacht mir nichts abzugeben. Finde ich schade, es riecht nämlich nicht nach Kaffee. Auch andere Vierbeiner laufen gelangweilt an einer Leine mit, teilweise werden sie förmlich an mir vorbeigezogen. Nur keinen Kontakt. Dabei sind wir auch gesellig. Na gut wir riechen uns am Hintern, das habe ich bei den Menschen noch nicht gesehen. Aber die geben sich die Pfoten, das können wir rein anatomisch ja gar nicht, daher ja unsere Variante.
Nicht nur das es hier nach jeder Menge Leckereien riecht, die Menschen haben auch scheussliche Musik dabei laufen. Ich habe ein spontanes Lied angestimmt, als zwei Pudel des Weges kamen. Sie stimmten mit ein und für den Bruchteil einer Sekunde hatten wir die volle Aufmerksamkeit, bevor viele in lautes Lachen ausbrachen. Frauchen wurde rot und schubste mich an. Ich hörte auf und langweilte mich ein wenig weiter. Wie ich so vor mich hinschnüffel, find ich doch was für mich. Eine kleine Pfütze roter Flüssigkeit und einen Keks, der übrigens auch so schmeckte wie die Flüssigkeit.

Der 8. Dezember
Rumkugel und Glühwein meinte Frauchen würde ich nie wieder bekommen. Ich kann mich nicht mehr an viel erinnern, aber soviel weiss ich noch, nach dem Genuss der Bodenköstlichkeiten wurde mir warm ums Herz, die Bilder wurden unklar und Herrchen hat mich zum Auto getragen. Dann weiss ich nichts mehr.
Aufgewacht bin ich in meiner Wanne und die Welt stand immer noch Kopf.
Nein eigentlich nicht, aber die Bewegung des Kopfes brachte Übelkeit und so beschloss ich einfach liegen zu bleiben. Die Hausschuhe von Frauchen auf den Fliesen im Flur waren heute besonders laut. Herrchen macht die Haustür auch lauter zu als sonst und eigentlich möchte ich nur schlafen.

 

 

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