Dominanz
Heute ein wichtiges Thema, wenn es um Hundeerziehung geht. Das war nicht immer so. Während früher die Rolle des Hundes in der Familie oder auf dem Hof klar war, werden die Hunde von heute vor ganz andere Aufgaben gestellt, nämlich häufig Langeweile mit mässiger Beschäftigung. Dazu kommt noch das der Hund alles probiert und wenn er gelassen wird, auch alles machen wird.
In Zeiten, wo einzele Räume geheizt wurden und somit die Türen geschlossen blieben, konnte sich Hund nicht aussuchen wohin er will. Heute - dank Zentralheizung - sieht das anders aus, klare Linien müssen her und auch Grenzen. Viel umstrittene Angewohnheiten können Dominanz zur Folge haben. Ich denke nur an das gemütliche Zusammensitzen auf dem Sofa oder das Teilen des Bettes. Der Hund wird so dem Menschen gleich gestellt.
Leinen zerren in die Richtung, in die der Hund gern möchte - dem Hund muss gezeigt werden, wer das Sagen hat und das ist, sicher nicht der Hund. Anknurren ist ebens wenig zu tolerieren, in diesem Fall ist eine wirksame Strafe der Entzug von Aufmerksamkeit.
Wie dem auch sei, die Rangordnung in einem Rudel, wenn man von einem Rudel reden mag, eher eine Co-Existenz aus Menschen und Hunden muss klar sein, das der Mensch das Sagen hat, so bestimmt er z.B. wann, wo und was gegessen wird. Aber nicht nur über das, auch über Schlafplätze und Paarungspartner. Jedoch muss der Rudelführer auch für Schutz und Ordnung im Rudel sorgen ebend so in Streitigkeiten schlichten. Eine klare Struktur ist überlebenswichtig und sorgt für weniger Stress.
Dominanz hat nichts mit Macht und Stärke dem Hund gegenüber zu tun. Richtig sind klare Linien, konsequentes Verhalten und feste Reglen. Sie geben mehr Sicherheit als "Gewalt" was Dominanz gern zugeschrieben wird. Wird man dem Hund gegenüber berechenbarer, kann er in Stresssituationen sich an uns orientieren und das wiederum gibt Sicherheit, welche die meisten Hunde brauchen.
Konsequenz mit Güte ist für die meisten Hunde mehr wert als Freiheiten.
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